Absentia – Die tote Nonne in der Wand

Mein Onkel Günther, der eine nicht mehr ganz taufrische Villa im Berliner Bezirk Reinickendorf sein eigen nennt, ist ein hervorragender, wenn auch ziemlich unsensibler Geschichtenerzähler. Sein Sohn, der Maximilian heißt, ist folglich mein Cousin. Als ich im Grundschulalter war, übernachtete ich des Öfteren in der Villa, wobei Maximilian in seinem Bett schlief und ich mit einer auf dem Boden liegenden Matratze vorliebnehmen musste.

Onkel Günther schaute spät abends stets noch einmal herein, um uns Gruselgeschichten zu erzählen. Eine handelte davon, dass er beim Bau des Hauses versehentlich „eine Nonne eingemauert“ habe. Die tote Frau würde sich seitdem auf unheimliche Art und Weise durch die Zimmerwände bewegen, unablässig auf der Suche nach Opfern, an denen sie sich grausam rächen könne.

nonne_in_der_wand

Lebt die tote Nonne noch immer in der Wand?

Als Kind fand ich Nonnen – von denen es in Berlin ja nicht allzu viele gibt – sowieso gruselig, und Maximilian vertraute mir später mal an, dass er als kleiner Junge nächtelang nicht schlafen konnte, wegen „des Scheiß‘“, den sein Vater dauernd verzapft habe. Mit dem Thema „Menschen, die in bzw. hinter Wänden“ eingesperrt sind, wurde ich vor einigen Wochen wieder konfrontiert, als ich den Horrorfilm „Absentia“ sah.

Es geht um ein nebulöses, insektenhaftes Ungeheuer, das Menschen verschleppt und jahrelang in der Wand eines Fußgängertunnels gefangen hält. Das erinnerte mich an die tote Nonne, die bei Onkel Günther in der Wand herumgeistert, weshalb ich die drei darauffolgenden Nächte mein altes Kinder-Nachtlicht brennen ließ.

ansmann-nachtlicht-mondlicht

Nachtlichter für Kinder sind auch im Erwachsenenalter manchmal unverzichtbar!

Natürlich ist die Vorstellung, dass Lebewesen tatsächlich irgendwie in Wänden verschwinden könnten, einerseits recht irrational, andererseits geben einem die nachfolgenden Bilder schon zu denken:

kopfwand1

Ein junger Mann wird am helllichten Tage von unheimlichen Kräften in eine Wand gesaugt!

kopfwand2

Dieses Pferd verirrte sich im Käthe-Kollwitz-Museum und hatte keine Chance!

Ball

Auch Fußbälle können von Häuserwänden verschluckt werden!

Advertisements

Veröffentlicht am 8. Mai 2013 in Übernatürlich, Kurios, Videoclips und mit , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

Kuriosen Kommentar schreiben:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: