Seltsame Werbung: „Müncher Hell“ in Berlin

Muenchener_Hell

Aber über einen Mann als Bundeskanzlerin hätte sie nicht gewundert? „Münchner Hell in Berlin“-Werbung.

Die bayerische Traditionsbrauerei Paulaner hat eine auf den Berliner Markt zugeschnittene Werbekampagne in Auftrag gegeben. Insbesondere an Bushaltestellen und in U-Bahnhöfen kann man das Ergebnis bewundern (oder eher nicht bewundern). Auf verschiedenen Plakaten sind authentisch wirkende Personen zu sehen, frisch den 50er- und 60er-Jahren entsprungen. Die Reklamefuzzis haben diesen Personen Worte in den Mund gelegt, die allerdings recht un-authentisch wirken, unter anderem:

„Mein Münchner Hell in Berlin? Eher wird eine Frau Bundeskanzlerin.“ Mathilde Kastner – Paulaner-Telefonistin von 1957 bis 1983 –

Da wurden also zur Adenauerzeit des Öfteren mal Leute gefragt, ob sie sich wohl vorstellen können, dass das wunderbare („mein!“) „Münchner Hell“ irgendwann mal auch in Berlin zum Kauf angeboten wird? Und die Angesprochenen hatten dann allesamt nichts Besseres zu tun, als jeweils mit einem vermeintlich grotesken Vergleich zu antworten? Vergleiche, die uns, die wir im Hier und Jetzt leben, zu Lachkrämpfen animieren, weil ja schließlich doch alles haargenau so eingetroffen ist, wie es die kleinkarierten bayerischen Hanseln sich seinerzeit „nie und nimmer nicht“ vorstellen konnten?

Ich glaub’s nichts davon. Beispielsweise hätte die Paulaner-Telefonistin vor gefühlten 100 Jahren keinesfalls Bundeskanzlerin gesagt. Damals war Gendering unbekannt, es hieß z. B. grundsätzlich „Liebe Schüler…“ und nicht etwa „Liebe Schülerinnen und Schüler“. Frauen steckten in der männlichen Form stets mit drin. Mit anderen Worten: Die Telefonistin Frau Kastner hat das Wort Bundeskanzlerin nie in den Mund genommen, jedenfalls nicht vor 1983.

Realistischer wäre so was hier gewesen:

Ein Berliner Bürgermeister gibt seine Vorliebe für Poposex zu? Eher sauf ich zehn Flaschen Müncher Hell auf Ex und brunze dann gegen die Bayerische Staatskanzlei, jawoll!

Aber mir, liebe Leserinnen und Bundeskanzlerinnen, ist das im Grunde genommen sowieso alles egal. Ich trink nur Malzbier und den Ex-Regierenden Wowereit finde ich hässlich.

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Veröffentlicht am 26. Mai 2015 in Undefinierbar und mit , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 5 Kommentare.

  1. Ich finde auch den Bundeskanzler nicht gerade eine Schönheit. Wie übrigens sein Vorgänger.

  2. Ein Ballina

    Ich finde, die Werbung von Paulaner nervt nur. Und vor allem: sie ist nicht witzig!

  3. Ich finde, wenn 2 Kommentare hintereinander mit „Ich finde…“ anfangen, dann kann da nur das NSA dahinterstecken.

  4. Dass ihr Preissn koan Humor hobt’s, des hamm mir äh scho ollawei gwusst! Wobei: gegen de Staatskanzlei dad i scho a brunzn.

  5. Dem ultralinken Genderfuzzi fehlen bereits hinreichende Kenntnisse der deutschen Sprache und ihrer Entwicklung, sonst würde er wissen, dass die Endung „er“ überhaupt keine geschlechtsaussage trifft. Und der Rest? Rot-rot-grüner bullshit!

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