Die wunderbare Welt der Esoterik

dummfick_esoteriker

Diesen Schnipsel fand ich über einen Umweg … auf der Facebook-Seite des „Sonnenstaatlandes“.

Esoteriker führen eigentlich ein schönes Leben:

Der Normalbürger muss umständlich Fakten vergleichen, wenn er in bestimmten Angelegenheiten zu einer Entscheidung kommen will, z. B.: „Soll ich nach Köln oder an die Wupper ziehen?“ – „Soll ich lesbisch werden oder doch lieber stockschwul?“. Der okkult geprägte Mitmensch hingegen kann sich zuverlässig auf seine Intuition verlassen: „Ist das für mich stimmig?“, fragt er sich ganz simpel, falls er sich in irgendeiner Angelegenheit mal nicht so sicher ist.

Es wäre aber vermessen, anzunehmen, dass Esoteriker immer und auf alles eine Antwort wüssten. Natürlich haben diese Leute auch so ihre Problemchen. Aber die letzten Fragen des Lebens finden sie dann doch beantwortet, und zwar bei YouTube und auf Facebook.

Der Schnipsel oben stammt von Lars-Sören, wie wir ihn mal nennen wollen. Und Lars-Sören hat seiner Freundin ein Kind gemacht. Das war bestimmt ein großer Spaß für ihn, mit einer großen Ladung Spiritualität am Ende. Seitdem sind einige Monate vergangen … seine Freundin Marie-Nele (Name von der Redaktion geändert) kriegt langsam eine dicke Wampe. Sie hat nämlich einen veganischen Braten in der Röhre.

Kein Wunder also, dass Lars-Sören so allmählich Panik schiebt. Er will sich doch nicht von einem quengelnden Balg das schöne Öko-Leben versauen lassen. Scheiß Gören!!

Aber nach dem ersten Schock wusste er dann doch, was zu tun war. War alles ganz stimmig für ihn, und auch für seine dickbäuchige Freundin: Man bat dem Fötus einfach, doch später noch mal wiederzukommen – nämlich in sechs oder zwölf Jahren, wenn’s geht. Jetzt passt es jedenfalls nicht. Das hat der Fötus selbstverständlich eingesehen. Das war auch für ihn stimmig.

Wir erinnern uns bei dieser Gelegenheit an einen anderen Esoteriker, nämlich Jack the Ripper aus Großbritannien. Der machte sich des Nachts, in einsamen Straßen, an Prostituierte heran und schlitzte die armen Frauen von unten (und das ist leider wörtlich zu nehmen!) bis oben mit seinem Messer auf. Vielleicht hat Jack die unglückseligen Frauen ja ebenfalls gebeten, ein anderes Mal wiederzukommen? Vielleicht hat er ihnen sogar versprochen, dass sie dann nicht mehr Nutten sondern Chefsekretärinnen in einem vollverglasten Wolkenkratzer sein würden? Wer vermag das schon zu sagen.

Ebenso der grausige Hammermörder, der auf Rastplätzen arglose Autofahrer ermordet hat: Vielleicht trat der mit seinen Opfern in Kommunikation, bat sie, später wiederzukommen? Sie würden im nächsten Leben dann ein besseres Fahrzeug erhalten – den neuen Opel Astra, oder sogar einen Mercedes der S-Klasse? Denkbar.

Aber zurück zu Lars-Sören und Marie-Nele: Leider gibt es bei den beiden noch immer das Problem, dass der Körper ihres gemeinsamen Kindes irgendwie aus dem dicken Bauch verschwinden muss. Der Fötus ist – wie wir schon wissen – einsichtig, aber in Luft auflösen kann er sich dennoch nicht. „Kann man da Ginseng nehmen … und das Kind schrumpelt dann irgendwie weg? Oder wie jetzt?“, fragte Lars-Sören deshalb seine Facebook-Freunde.

Ja, man kann, lieber Lars-Sören! Leider funktioniert das nur bei Thailänderinnen, darum heißt das Mittel ja auch Thai-Ginseng. Da deine Olle aber eine Deutsche ist, dann kannst du es auch – wie du schon richtig vermutet hast – mit speziellen Kräuterlein versuchen. Für Abtreibungen nimmt man hierzulande für gewöhnlich vier Liter mondscheingeernteten Bärlauch-Tee, der einige Kartoffelschalen enthalten sollte. Während des Trinkens unbedingt die Füße in probiotischen Joghurt halten!

Aber erstmal, lieber Lars-Sören, gehst du runter auf die Straße, hebst alle Hundehaufen auf, derer du habhaft werden kannst und reibst damit deinen blöden Eso-Bollerkopp ein. Das hilft auf alle Fälle.

Denn: Wie innen, so auch außen!, das wusste schon der dreimalgrößte Hermes Trismegistos.

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Veröffentlicht am 24. Juni 2016 in Übernatürlich, Kurios und mit , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Hey, ich hab mich auch schon mit meiner Thai-Liebsten für’s nächste Leben verabredet.
    Da fällt es mir gleich viel leichter, mich demnächst in einem WK-II-Bunker auf den Philippinen zu ****, um den Esoterikern und vor allem der *** damit eins reinzuwürgen.

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