Archiv der Kategorie: Drittes Reich

Xavier Naidoo, der singende Depp

Schon vor etlichen Jahren riet ich Xavier Naidoo, sich einen anständigen Alu-Hut zuzulegen, um sich vor israelisch-amerikanischen NWO-Strahlen zu schützen.

Verschwörungstheoretiker Xavier Naidoo

Ein Alu-Hut ist ein famoses Kleidungsstück für jeden Verschwörungsdepp!

Doch der Jammersänger wollte nicht auf mich hören. Nun ist er zum Reichspropagandaminister mutiert. Jetzt können nur noch Stromschocks, heftiges Eierschaukeln und fortgesetztes Dummgelaber beim Klapsdoktor helfen:

Letzte Rettung  für Xavier Naidoo: der Klapsdoktor!

Letzte Rettung für Xavier Naidoos Souveränität: ein reichsdeutscher Psychiater!

Das wird Sie vermutlich auch gar nicht interessieren:

Sänger verteidigt Reichsbürger-Gig – Naidoo legt nach: „Deutschland ist kein souveränes Land“

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Ausgerechnet kurz vor Weihnachten: Zonis wollen der Russischen Föderation beitreten!

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Volksabstimmung auf Facebook gefunden…

Das gierig-geile Putin–Schlecken hatte im Jahr 2014 zweifellos Hochkonjunktur. Als der Moskauer Anti-Demokrat die Krim annektierte, wälzte sich beinahe das gesamte deutschsprachige Internet vor Glück im eigenen Dreck, und als Putins Milizen über der Ukraine eine malaysische Passagiermaschine mit fast 300 Menschen an Bord abschossen, kam es bei der stramm-deutschen Jugend zu nie gekannten Online-Erektionen.

Immerhin ist Putin gegen Amerika und gegen die freie Marktwirtschaft. Und das ist toll und cool und so. Wusste man in Deutschland bereits 1933, als der Gröfaz noch munter lebte, in seinen naturgebräunten Unterhosen steckte und im Reichstag Hasstiraden vom Stapel ließ, die heutzutage durchaus Facebook-kompatibel wären. Wer die Deutschen – sei es auch nur ansatzweise- an ihre großen Führer (nämlich Adolf und Erich) erinnert, der kann sich ihrer Sympathie gewiss sein. Besonders hoch sind solche Sympathiewerte selbstverständlich in der ehemaligen Ostzone, da, wo man über 40 Jahre der Selbstverblödung nie ganz hinwegkommen ist. Die Alten geben ihre Erkenntnis „UdSSR = Frieden und NATO = Krieg“ bis heute an ihre freie deutsche Jugend weiter. Und die nimmt den Unfug gern für bare Münze.

Kaum ein ostdeutscher Schüler/Student, der nicht im Netz gegen Banken, „Zinssystem“, Börsenspekulation, Zionismus und westliche Politik wettert. Dabei wohlwissend, selbst zu schwach zu sein, um gegen all diese satanischen Dinge anzukommen. Drum setzt man alle Hoffnungen in Wladimir Putin – der kommunistische Rambo wird mit seinen Atombomben und Kombattanten den Westen schon in die Knie zwingen, so glaubt man. Sicherheitshalber können sich die Ossis nun das schönste Jahresendgeschenk bescheren, in dem sie per Volksabstimmung der Russischen Föderation (zukünftig, Putin sein Dank, wieder „Sowjetunion“) beitreten – siehe Bildchen oben.

Nach dem Anschluss werden die Noch-Beitrittsdeutschen alle Freiheiten genießen, die sie in der „faschistischen BRD“ doch so sehr vermissen. Endlich wieder Lebens- und Konsummittelknappheit, Erschießungen bei „illegalen“ Grenzübertritten, Abschaffung der Freizügigkeit, die Vorgaben von Gysi, Lafontaine und Wagenknecht nachbeten, umfassende Überwachung durch den Staatssicherheitsdienst usw. usf. Bei so viel Glück und Freude wird die zurückgebliebene Bevölkerung („alte Bundesländer“) zweifellos neidisch werden und den Schritt in die richtige Richtung ebenfalls tun wollen … nämlich auf den strahlenden Messias Wladimir Putin zu…

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Endlich haben die Deutschen wieder einen gestrengen Führer!

Dr. (?) Axel Stoll ist tot

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Landkarte, von vergilbten Klebestreifen an der Wand gehalten, links daneben Handschellen: Noch im Juni bestritt Axel Stoll, erkrankt zu sein!

Bei seinen letzten YouTube-Auftritten sah Axel Stoll bereits arg mitgenommen aus. Der ohnehin magere Mittsechziger wirkte noch eingefallener als sonst;  mitunter sprach er mit lallender Stimme, als ob er unter dem Einfluss starker Schmerzmittel oder Valium stünde.

Am vergangenen Montag, den 28. Juli 2014, drang die Polizei (die offenbar von besorgten Nachbarn, Bekannten oder Verwandten gerufen worden war) in Stolls Wohnung ein. Dort fand man den leblosen Körper des Verschwörungstheoretikers.

Auf ein Fremdverschulden (durch BRD GmbH, Mossad, NSA)  deutete nichts hin. Stoll war im Kreise der Reichsbürger- und Verschwörungstheoretiker – und über diese Szene hinaus- kein Unbekannter. Die Wikipedia schreibt:

(Stoll) war der Auffassung, der Mond sei „in reichsdeutscher Hand“, die Erde hohl und die Sonne kalt. In der „inneren Hohlwelt“ der Erde lebten seiner Meinung nach „mehrere Zivilisationen“, wie eine Expedition 1943 aufgedeckt hätte. Er ging zudem davon aus, dass niemals Amerikaner auf dem Mond gelandet seien. Von der zunächst auch durch ihn vertretenen Chemtrail-Theorie war er zwischenzeitlich abgerückt, glaubte aber an eine umfassende „Wetterkriegsführung“ durch HAARP. Viele Naturkatastrophen, z. B. das Erdbeben am 17. August 1999 in der Türkei, hielt er für künstlich ausgelöst. Er ging von der Existenz außerirdischer Zivilisationen und einer „Galaktischen Konföderation“ aus, die der Menschheit um eine Million Jahre voraus sei und für die die Erde einen „Strafplaneten“ darstelle. Die Pyramiden hielt er neben ihrer Funktion als „Einweihungsstätte“ für Stromakkumulatoren sowie für ein Kommunikationssystem zur Kontaktaufnahme mit Außerirdischen. Letzteres nahm er auch für die Wewelsburg an. Stoll ging von der Existenz freier Energie aus. Er glaubte, es habe während des Dritten Reiches ein deutsches Weltraumprogramm mit Reichsflugscheiben gegeben, in dessen Rahmen unter anderem eine Expedition mit Nikola Tesla zum Pluto stattgefunden habe.

Des Weiteren vertrat er antisemitische und antiamerikanische Verschwörungstheorien […].

Hinzuzufügen ist, dass er sich während eines NSL-Treffens mit „Heil, mein Führer!“ ansprechen ließ und den Gruß mit „Ja, heil!“ erwiderte. Äußerungen wie „…unser Führer Adolf Hitler“ und „Elektro-Jude“  (gemeint waren Fernsehgeräte, respektive der angebliche Einfluss der Juden auf das deutsche TV-Programm) sind ebenfalls dokumentiert.

Während seine Nähe zum Nationalsozialismus und sein Antisemitismus mithin gut belegt sind, wurde nie ganz klar, warum er – insbesondere in den letzten Jahren seines Lebens – fortwährend wahnwitzige Geschichten, eine abenteuerliche als die nächste, über Nazis und Außerirdische zum Besten gab.

Litt Stoll unter einer der im ICD-10 aufgeführten Wahnerkrankungen (Sebastian Bartoschek bestreitet das in seinem Buch), oder war er lediglich ein Wichtigtuer und Lügner? Vielleicht vermischte sich alles miteinander, womöglich glaubte er irgendwann an die eigenen Storys von „reichsdeutschen Kraftstrahlen“, die aus dem Weltraum heraus Panzer knackten – sowie an interstellare Reisen vor 1945, bei denen Menschen innerhalb von Stunden bis zum Pluto und zurück flogen.

Wir wollen unsren alten Präsidenten Bush wiederhaben!

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Sitzpinkler und Frauenversteher mit Strickmütze darf das erste Mal in seinem Leben eine aggressive Phantasie haben: einen Präsidenten lynchen, der die Frechheit besaß, Terroristen und Despoten in den Arsch zu treten.

In der Zeitspanne von 2001 bis 2009 kämpften Millionen Menschen  in aller Welt – und ganz besonders in Deutschland – mutig und mit aller Kraft gegen George W. Bush, den 43. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.

Bush war ein lohnenswerter Gegner, galt er doch als der wiedergeborene Adolf Hitler sowie als Stellvertreter Satans auf Erden. Jeder der unter der Ungnade der späten Geburt litt (also nach 1945 auf die Welt gekommen war),  konnte wenigstens gegen den Erzbösewicht George W. Bush auf die Straße gehen. Das galt als äußerst  tapfer, so als ob man zwischen 1933 und 1945 offen gegen die NSDAP und den Original-Hitler aufbegehrt hätte; natürlich auf dem Gebiet des Deutschen Reiches.

Wer gegen Bush und seine rechtskonservative Regierung demonstrierte, der konnte sich moralisch überaus erhaben fühlen, sich etwas auf seinen Mut einbilden … und auf den eigenen Gerechtigkeitssinn stolz sein. George W. Bush war entsprechend ein wunderbarer Präsident, für nahezu jedermann!

Was ist dagegen schon ein Barack Hussein Obama II? Gut, auch er wird verachtet, zum Beispiel dafür, dass er des Öfteren Terroristen per Drohnenbeschuss eliminiert, oder den in Deutschland überaus beliebten Massenmörder Osama bin Laden durch ein Sonderkommando in Stücke schießen ließ.

Man muss freilich zugeben, dass diese bin-Laden-Geschichte ein Fake ist, denn der angebliche Top-Terrorist hat bekanntlich nie existiert … bzw. ist schon lange tot … bzw. lebt noch. Al-Qaida jedenfalls ist eine Erfindung der Juden, und falls es al-Qaida doch gibt, dann handelt es sich um eine humanitäre Friedensorganisation. Bei diesem Thema sollte man schön bei der Wahrheit bleiben.

Zurück zu Osamas Namensvetter Obama:

Na klar, man kann den jetzigen US-Präsidenten wunderbar mit Hakenkreuzarmbinde oder mit Hitler-Schnauzer abbilden – macht ebenfalls Spaß, aber keinesfalls so viel Spaß wie früher bei George W. Bush. Wir wollen unsren Kaiser Wilhelm wiederhaben, brüllten einst unsere Vorfahren, aber wir heutzutage wollen unseren Oberbösewicht Bush zurück! In diesem Sinne hier einige Pics, die an George Dobbelju erinnern:

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Feministinnen sahen in George W. Bush einen Repräsentanten für die Männlichkeit schlechthin, deshalb schnitten sie ihm symbolisch den Schwanz Kopf ab!

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Der Anschlag auf das WTC war das gleiche wie der Reichstagsbrand … und Bush genauso schlimm wie Hitler!

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Besonders originell: Bush inmitten eines Hakenkreuzes und darüber das Wort „Fuck“!

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Der alte Bush, der junge Bush und Clinton bei einer Baby-Opferung der Illuminaten!

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Bush als Hitler war den antifaschistischen Photoshoppern auf Dauer natürlich zu eintönig, zwischendurch ließen sie den US-Präsidenten deshalb auch mal junge Hunde schlachten und süße Kätzchen fressen…

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Selbstverständlich war Bush auch für die gefälschte Mondlandung und den Massenmord an Marilyn Monroe verantwortlich!

Kaufte Adolf Hitler beim selben Foto-Händler wie Sebastian Edathy?

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Es gibt Perverse, die „mögen“ kleine Jungs, und Perverse die kleine Mädchen bevorzugen…

Am letzten Dienstag wurde in Groß-Berlin ein über 7000 qm großes Luxusanwesen durchsucht. Polizeibeamte stellten 140 Räume auf den Kopf; zudem wurden 26 goldveredelte Badezimmer demontiert. Im Visier der Staatsanwaltschaft befand sich Adolf Hitler – der frühere „Führer“ des Deutschen Reiches.

Nach dem Krieg wurde Hitler, wie allgemein bekannt, wegen seiner Gräueltaten zu einer zweiwöchigen Bewährungsstrafe verurteilt. Seit Oktober 1945 lebt er von der Haftentschädigung, die ihm im Nachgang gewährt wurde: 49.000 EUR im Monat! Aufgrund seines fortgeschrittenen Alters ist Adolf Hitler nicht mehr berufstätig. Allerdings blieb er politisch aktiv: Neben Dr. Axel Stoll, Mario Romanowski und Peter Fitzek gehört er zu den führenden Köpfen der sogenannten „Reichsbürgerbewegung“. Nun steht dem ehemaligen Diktator erneut juristischer Ärger ins Haus. Die Polizei fand im „Führer-Palast“ Unmengen kinderpornografisches Material.

Hitler beschäftigt 16 Kammerdiener, 7 Chauffeure, 4 Hubschrauberpiloten und 2 Urologen. Einer dieser Lakaien gab den Behörden den entscheidenden Hinweis. Hitler war anscheinend unvorbereitet, als plötzlich die „Sitte“ vor seiner Tür stand. „Er trug lediglich eine gelb-braun gestreifte Unterhose sowie ein völlig verschludertes Hundehalsband. Das hatte früher mal seiner Hündin ‚Blondi“ gehört“, berichtete ein Mitglied des Sondereinsatzkommandos.

Der alte Mann mit dem Schnurrbart versuchte sich offenbar in seinen Führerbunker zu flüchten … aufgrund eines einsetzenden, starken Durchfalls kam er aber die Treppe nicht runter. Sabbernd und zitternd musste Hitler dann zusehen, wie die Polizei sein Anwesen auf den Kopf stellte. Er war jedoch nicht so ahnungslos wie er vorgab. Hitler muss vorab gewarnt worden sein – möglicherweise vom Justizminister höchstpersönlich.

Die Polizei fand 37 PCs, aber aus 36 Geräten waren die Festplatten entfernt worden. Die seien alle „plötzlich und unerwartet kaputt gegangen“ gab der reichsdeutsche Tattergreis zu Protokoll. Dennoch wurden auf der verbliebenen Festplatte rund 120.000  Bilder von nackten, kleinen Mädchen gefunden. Hitler hat die Fotos beim kanadischen Anbieter „azovfilms“ erworben – ausgerechnet jenem Spezialisten für abartige Fotos, der auch Sebastian Edathy zu seinen Stammkunden zählte. Edathy hatte sich für unbekleidete Buben interessiert.

Nun versucht Hitler sich mit Argumenten herauszureden, die an jene des ehemaligen SPD-Politikers erinnern: „Na und?! Lichtbilder von nackten, kleinen Mädchen haben mit Pornografie rein gar nichts zu tun“, brüllte der Ex-Führer in einer vorläufigen Pressekonferenz und fuchtelte wild mit den Armen herum. „Das Interesse an Kinderleibern hatte schon bei den alten Griechen Tradition … und wird heute noch von vielen deutschen Volksgenossen ausgelebt, beispielsweise in Thailand.“

Überdies stellte die Staatsanwaltschaft zahlreiche Videoclips sicher, in denen Kühe, Hühner und Insekten beim Geschlechtsverkehr zu sehen sind, teilweise in Großaufnahme. Auch zu diesem Thema scheint Hitlers Erklärung fadenscheinig: „Ich wollte an der Volkshochschule in Linz die Matura (österreichisch für Abitur, Anmerkung der Redaktion) nachholen.“ Die Tier-Sexfilme sollten ihm danach angeblich beim „Biologie-Studium“ helfen.

Nach Feststellung seiner Personalien und Reinigung seines völlig verschmutzten Unterleibs wurde Hitler auf freien Fuß gesetzt. Inzwischen ist er ins Ausland, nach Schweden, abgereist. Er wolle dem Presserummel und der „typisch deutschen Unart der Vorverurteilung“ entkommen.

Sein „guter Ruf“ sei von der Mainstream-Presse (die von Amerika und Israel aus gesteuert werde) schwer beschädigt worden. Er werde deshalb Strafanzeige stellen und zudem Schadenersatz in Millionenhöhe einfordern. Abschließend forderte Hitler ein zinsfreies Bankensystem und die Abschaffung des Kapitalismus.

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Immer wenn sich Hitler Kinderbilder ansah, war er verschwitzt und sehr erschöpft.

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Sowohl Hitler als auch seine Hündin Blondi litten unter Lippenherpes. Zufall?

Hitler junior wird auf Bautzener Friedensdemo begeistert gefeiert

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Hitler junior bekennt sich vor applaudierenden Friedensbewegten zum Nationalsozialismus

In Bautzen trat neulich öffentlich ein Nachwuchs-Hitler auf (oder es war der Echte: ewige Jugend dank Hakle feucht?!), und bekannte sich vor dem applaudierenden Publikum ganz offen und ungeniert zum Nationalsozialismus. Das war mal wieder so eine „Montagsdemo“, „Mahnwache“, „Wahnmache“, „Friedensdemo“, oder wie das heißt. Bei diesen Hirnis ist alles möglich. Na ja, der Nationalsozialismus war, ist und bleibt die friedlichste Ideologie aller Zeiten und muss deshalb auf derartigen Drecksveranstaltungen wohl zwingend vertreten sein. Das ekelhafte Bekenntnis ist ab 1 h 6 min 47 s zu hören, das Video wurde entsprechend verlinkt: Neuigkeiten aus dem braunen Loch

Thyl Steinemann, der Braunbär aus den Bergen

Thyl Steinemann

Auch in der Schweiz gibt es noch Braunbären – beispielsweise Thyl Steinemann!

Bei Thyl Steinemann handelt es sich um einen braunesoterischen Verschwörungstheoretiker im Endstadium. Er ist das Opfer seiner eigenen Dummheit, zu Grunde gerichtet von verschwörungstheoretischen Wahnvorstellungen. Noch vor vier Jahren wohnte er, gemeinsam mit seiner Ehefrau Sylvia, in einem schönen Haus in Graubünden – wundervoll gelegen, mit Blick auf die Alpen. Jetzt ist er von Verwahrlosung bedroht.

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Steinemann wurde 1933 in der Schweiz geboren.

Einen an der Waffel hatte Steinemann wohl schon immer, aber was die Lebensumstände betrifft, so ging es mit ihm erst rapide bergab, nachdem seine Frau verstarb. Steinemann verlor durch ungeschicktes Agieren nicht nur sein Haus, sondern nahezu sämtliches Hab und Gut. Mittlerweile haust er in der winzigen Mansarde eines Altbaus. Alles wirkt spartanisch bis ärmlich. Geblieben ist ihm die monatliche Rentenzahlung des Schweizer Staates sowie eine Tastenfidel, auf der er an Bahnhöfen und anderen öffentlichen Orten spielt, um sich etwas dazuzuverdienen.

Der Wahn hat Steinemann weiterhin fest im Griff. Der hagere Rentner glaubt seit Jahren fest daran, dass er schon bald eine größere Erbschaft erhalten wird. Ein windiger afrikanischer Anwalt hat ihm diesen Floh ins Ohr gesetzt. Selbstverständlich soll Steinemann zunächst einen ordentlichen Betrag überweisen, um überhaupt an das Erbe zu kommen. Steinemanns Geschwister weigern sich indes, diese angeblichen Anwaltskosten vorzustrecken. Sie versuchten ihrem Bruder die Augen zu öffnen – es handle sich um „Betrug, um nichts anderes als Betrug“. Doch Steinemann ist und bleibt in jeder Hinsicht uneinsichtig.

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Schlecht gemachtes Fake: Deutsche „Reichsflugscheiben“ über den Schweizer Alpen.

Er glaubt an Chemtrails, bösartige HAARP-Strahlen, an Reichsflugscheiben, ans Channeln und anderen Unfug. Steinemann ist ein klassischer Antisemit. Auf seiner Homepage hat er die „Protokolle der Weisen von Zion“ veröffentlicht, und zwar mit dem lügenhaften Hinweis, dass es sich um authentische Texte handle. Zudem verlinkt Steinemann fleißig zu den Seiten der rechtsextremistischen deutschen Reichsbürgerbewegung.

Nicht minder abscheulich seine Rubrik „Antlitzkunde – Menschenkenntnis“, in der er die sogenannte Physiognomik auferstehen lässt. Selbige wurde von NS-Akademikern praktiziert, die glaubten, per Gesichtsanalyse einen jüdisch-stämmigen Reichsbürger von einem original Sauerkraut-Deutschen unterscheiden zu können.

Thyl Steinemann ist in die Fußstapfen dieser Scharlatane getreten. Er projiziert munter Charaktereigenschaften in jedes x-beliebige Gesicht. Eine persönliche Begegnung ist hierfür nicht notwendig, ein Foto aus dem Internet genügt. Steinemann kann sogar die Charaktereigenschaften einer Phantasiefigur wie die des Uncle Sam benennen, aufgrund der altbekannten Zeichnung:

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Uncle Sam ist böse!

Auch die angeblichen Charakterschwächen des ehemalige US-Präsident George W. Bush werden aufgezeigt. Nebenher erfährt der verblüffte Leser, dass Bush inzwischen durch einen strapazierfähigeren Klon ausgetauscht wurde.

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George W. Bush ist böse!

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Ariel Sharon ist (war) böse!

In Thyl Steinemanns Schubladenuniversum existieren auch gute Menschen. Wahrhaftige Lichtgestalten sogar! Dem – inzwischen dahingeschiedenen – Massenmörder Osama Bin Laden beispielsweise werden eine Reihe höchst positiver Eigenschaften angedichtet. Allerdings ging Steinemann bei seiner Analyse von der Fehlannahme aus, dass der Terroristenchef Afghane gewesen sei:

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Osama Bin Laden ist (war) lieb!

Garniert wird der kranke Schwachsinn dann mit Links zu Behauptungen wie „Hitlers Friedensbemühungen vor dem Russlandfeldzug“ oder der dummfrechen Lüge, Anne Frank (die von Steinemann als „Holocaust-Ikone“ verhöhnt wird) hätte das KZ überlebt.

Thyl Steinemann sollte mal einen Blick in den Spiegel werfen. Vielleicht wird ihm ja anhand der eigenen Gesichtszüge klar, dass er ein selten dummer und hasserfüllter Mensch ist. Ansonsten taugt der Heini noch als Warnung für seine Gesinnungsgenossen – nämlich in der Hinsicht, dass der heutzutage kursierende Verschwörungswahn auch zu einem beachtlichem sozialen Abstieg führen kann.

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Thyl Steinemanns peinliche Bettelei

Ein Volkssport, voll von Antisemitismus, Hass, Misstrauen und totaler Selbstüberhöhung

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Die Frankfurter Rundschau über Truther, Info-Krieger und Reichsdeppen

Am 17. d. M. veröffentlichte die Frankfurter Rundschau – im Rahmen einer Online-Kolumne – einen kurzen, aber sehr zutreffenden Artikel über jenen Massenwahn, der von Deutschland (und der Welt) Besitz ergriffen hat, und der sich insbesondere im Internet geschwulstartig ausbreitet:

Wow, in Russland ist ein Asteroid niedergegangen. Wir alle hätten keine Chance gehabt, wäre er noch ein Stück größer gewesen. Das ist beunruhigend. Den Verschwörungsideologen kommen die Einschläge sehr gelegen. Fehlgeleitete Raketen waren Ursache der Explosionen, vermutlich vom Mossad.

Was bin froh, dass ich in Steglitz-Zehlendorf lebe und studiere und selten im Ostteil der Stadt zu tun habe:

In Berlins Mitte, am Bahnhof Friedrichstraße läuft ein Mann ziellos auf und ab und referiert Spionagefantasien in drei Sprachen. Zwischen dem Würstchenverkäufer, schlechten Straßenmusikanten und Punks mit Hunden, schreit er die geheimsten Geheimnisse über Geld, Macht und Politik in die Welt hinaus.

Allerdings hab‘ ich schon mal einen abgerissen Typen gesehen, der in Kreuzberg und Neukölln – zwischen Hermannplatz und Karl-Marx-Straße-  flanierte und brüllend (und ohne jemals heiser zu werden) seine Kenntnisse über die kriegstreiberische Kraft des Zionismus kolportierte. Aus einer Tasche seines schmuddligen Mantels lugte eine Schnapsflasche hervor. Es ist schön, dass derartige Wahrhaftigkeiten auch von unteren sozialen Schichten verbreitet werden, zudem bestätigt sich wieder einmal die Volksweisheit: „Im Apfelkorn liegt Wahrheit!“

Ein pickeliger junger Mann und eine hochgewachsene Frau, sprechen Passanten an. Sie werben für die BüSo, einer antiimperialistischen und antisemitischen Organisation. […] Auch sie sehen das Ende gekommen, vor allem des (jüdischen) Bankensystems wegen und haben schon eine Idee, wie sie alles neu ordnen wollen.

Über die „BüSo“ und die LaRouche-Bewegung findet man auf diesen Seiten allerhand aufschlussreiche Informationen. Der Verein war seiner Zeit übrigens stets weit voraus, denn seit ca. fünfzehn Jahren wird der unmittelbar bevorstehende Zusammenbruch des Westens bzw. des Kapitalismus gepredigt. Die 14- bis 34-jährigen Jungmänner, die zurzeit (nahezu) sämtliche Foren und Blogs mit ihren Untergangsszenarien beherrschen, und sich dabei für unglaublich innovativ halten, reiten in Wirklichkeit also auf ziemlich alten Gäulen herum.

In einem Artikel über Massenwahn dürfen natürlich auch die Reichsideologen respektive Reichsdeppen nicht fehlen, die momentan absolute Hochkonjunktur haben. Die Top-Religion für die Doofen!

Alles neu ordnen wollen auch die „Reichsbürger“. Das heißt, eigentlich meinen sie, das alte wäre noch nicht zu Ende, das Deutsche Reich. Sie verteilen Reichspässe an ihre Mitglieder und haben sogar eine eigene Polizei. Einige betreiben Tauschringe oder Kneipen.

Es folgt ein kurzer Abriss, über die im Netz versammelte Spinner-Szene:

Die jüngeren sitzen in Cafés mit Internet und schreiben für Websites mit Verschwörungstheorien von Hitler bis zum 11. September. Dazwischen ziehen sie über Impfung von Kindern her, bezeichnen Aids als jüdische Lüge, Ariosophen als die wahren Sozialisten und suchen ihr Heil in völkischer Medizin.

Und das Fazit:

… wir wären überrascht wie viele Truther, Infokrieger, Ufo-Nazis und Querfrontstrategen uns täglich umgeben. Es ist ein Volkssport, voll von Antisemitismus, Hass, Misstrauen und totaler Selbstüberhöhung. […] Das sind nicht einfach Spinner. Sie meinen es ernst. Sie kommen nicht aus dem All, sondern von nebenan. Das ist wirklich beunruhigend.

Genauso ist es und nicht anders!

Chuzpe pur: NPD-Tante „macht den legalen, zivilen Ungehorsam nach Gandhi“ …

Pickelhauben-Frau

Dieses schöne Bild anklicken, um das unschöne Video zu sehen! Bitte vorher einen Korn (oder besser drei) trinken!

Die Dreckspartei NPD lässt sich vielleicht irgendwann mal verbieten, dummes Gelaber hingegen wohl nie. Sinnbefreites Gefasel findet sich auch in diesem Video, interessant ist lediglich die erste Minute, in der die Frau allen Ernstes behauptet, „legalen, zivilen Ungehorsam nach Gandhi“ zu leisten. Außerdem begründet sie ihr Verhalten mit dem Grundgesetz: Artikel 20, Absatz 4. Was ist das für ein Früchtchen? Und worum geht es überhaupt?

Die Südwest-Presse kennt die Antwort:

Als die Polizei kürzlich bei Bärbel Redlhammer-Raback klingelte, soll die NPD-Stadtverordnete des märkischen Luckenwalde erklärt haben, die Beamten seien für sie nicht zuständig. Denn sie sei „Staatsbürgerin der Exilregierung des Deutschen Reiches“. Aufgesucht hatten die Ordnungshüter die Frau, weil sie sich weigerte, zwei Bußgelder in Höhe von 105 Euro zu bezahlen. Die Bundesrepublik Deutschland und ihre Behörden, so argumentierte die Lokalpolitikerin, erkenne sie nicht an.

Hier wird die Chuzpe der sogenannten Reichsdeutschen besonders deutlich: Ständig deklarieren sie die Bundesrepublik Deutschland für nicht-existent, berufen sich aber gleichzeitig und permanent auf deren Gesetze und Rechtsprechung. Die Zeitung schreibt weiter:

Es gibt sonderbare Menschen in diesem Land, die weder Angela Merkel als Regierungschefin anerkennen noch Gesetze und Ausweise. Sie nennen sich „Reichsbürger“ und wähnen sich als Angehörige des Dritten Reiches in den Grenzen von 1937. 

Und:

Das brandenburgische Innenministerium nimmt die vermeintlichen Spinner ernst und spricht von einer neuen Bewegung. In der Mark sollen ihr mindestens 100 Personen angehören, meist stramme Rechte. Wie viele es bundesweit sind, ist bisher unbekannt. Doch „Reichsbürger“ gibt es in Ost- wie in Westdeutschland. Das Spektrum reiche von „notorischen Querulanten über zahlungsunwillige Finanzextremisten bis hin zu in der Wolle gefärbten Rechtsradikalen“, sagt Innenminister Dietmar Woidke (SPD).

Was Bärbel Redlhammer-Raback angeht, so soll sie im Januar 2013 in Erzwingungshaft genommen worden sein, aus welcher sie nach sechs Tagen entlassen wurde. Es ist wohl davon auszugehen, dass sie die Bußgelder, die  natürlich völlig zu Recht gegen sie verhängt wurden, zwischenzeitlich beglichen hat. Derart peinliche Niederlagen geben die „Reichsdeutschen“ stets ungern  zu.

Es bleibt wie gehabt: NPD-Mitglieder und Reichsdeutsche lassen gern mal heiße Luft ab. Dann stinkt es ziemlich, mehr aber auch nicht.

Aus der Geschichte gelernt …

Aus der Geschichte gelernt