Archiv der Kategorie: Naher Osten

Neue Expertise: USA und Israel gefährden den Weltfrieden, haben das WTC gesprengt und den Wintereinbruch verursacht!

wtc_sprengung

Zwei Berliner Wissenschaftler konnten jetzt nachweisen, dass das WTC von Präsident Bush gesprengt wurde!

In der Lankwitzer Schrebergartenkolonie „Vögleins Ruh‘” trafen sich vorgestern der seit 27 Jahren arbeitslose Harry Klauschke sowie sein Schwager Gustav Romanowski (ebenfalls Hartz IV) zur jährlichen Glühwein- und Grogprobe. Angeregt durch die geistigen Getränke unterhielten sie sich über politisch-gesellschaftliche Themen.

Die beiden Bolle-Berliner gelten in ihrer Stammkneipe – sowie im Wartebereich des Jobcenters Birkbuschstraße – als echte Experten für internationale Fragen der Diplomatie. Auch beim diesjährigen Treffen hielten die Männer mit ihrer Fachmeinung nicht hinterm Berg. Zunächst ging es um die Vorfälle des 11. September 2001.

„Weißte, Gustav, die Amis haben das Empire-State-Center doch selbst in die Luft gejagt”, fachsimpelte Klauschke, während er sich genüsslich einen leuchtend-grünen Charlottenburger aus der Nase zog. „Solche Hütten fallen nicht einfach in sich zusammen, die kippen stramm zur Seite weg. Siehste … und zwar genau so…!” – Klauschke ließ lautstark einen fahren, und sich selbst gleichzeitig gekonnt zu Boden fallen. Er tat dies, um den Sturz der Zwillingstürme physikalisch korrekt darzustellen. Leider knallte er dabei mit dem Kopf gegen das WTC 7, wodurch seine Ausführungen ein jähes Ende fanden.

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Den physikalischen Gesetzen zufolge hätten die Zwillingstürme nach rechts, mit dem Kopf gegen das WTC 7 kippen müssen!

„Richtig … richtig!” Gustav Romanowski fuchtelte mit seiner Kippe herum, während er den politisch-sozialen Diskurs fortführte. „Es gibt doch keinen Weltkrieg, den diese amerikanischen Aggressoren nicht begonnen hätten. Genau wie Israel! Die Juden kontrollieren mit Chemtrails und diesem HAARP-Dingens sogar unser schönes Berliner Wetter!”

Romanowski leerte noch flink einen Flachmann, den er in seiner Gesäßtasche versteckt hatte, rückte sich die Klötzer zurecht – und fiel dann ebenfalls in den wohlverdienten Expertenschlaf.

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Gustav Romanowski entwickelt im Tiefschlaf neue Strategien gegen den Zionismus!

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Das Video zum Wochenende: Bin Laden vor mir (von Ali Schlüter)

Achmed Schlüter ist nicht nur der Inhaber der Firma „Verbrennflaggen-Schlüter“, sondern auch ein begabter Sängerknabe, wie dieser Clip beweist!

Die nächste Verrückte: Alice Walker

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Alice „Detta“ Walker?

In Stephen Kings Romanserie von Roland und dem Turm gibt es Figur namens Detta Walker, eine Farbige, die extrem schlecht auf Weiße zu sprechen ist. In der Realität existiert eine Alice Walker, die extrem schlecht auf Israelis zu sprechen ist. Die Jüdische Allgemeine berichtete im Juli dieses Jahres:

Schlagzeilen, wenn auch nicht im engeren Sinne literarische, hat die afroamerikanische Schriftstellerin Alice Walker zuletzt im Juni 2012 gemacht, als die Verfasserin des von Steven Spielberg erfolgreich verfilmten Sklavereiromans Die Farbe Lila eine israelische Ausgabe ihres Buchs aus politischen Gründen untersagte. Der Umgang Israels mit den Palästinensern sei schlimmer als alles, was sie zu Zeiten der Rassentrennung in den USA erlebt habe, erklärte die 69-Jährige, die auch schon bei der Gaza-Flottille mitgemacht hatte.

Doch es kommt noch dicker:

(sie) schreibt […] von einem israelischen »Genozid« an den Palästinensern, wirft dem jüdischen Staat »ethnische Säuberungen«, »Verbrechen gegen die Menschheit« sowie »diabolische Folterungen« vor.

Das ist der übliche antizionistische Diskurs, wie man ihn meist aus der linken Ecke hört. Doch Walker geht noch weiter, spricht von den Juden als einem Volk, dass »verzweifelt nach dem giert, was andere Völker haben«. Sie bezieht sich auch auf die Tora und schreibt von »Vergewaltigungen, Morden, Raubzügen, Versklavung der Eroberten, Landnahme«, die »Israels Verhalten bis heute bestimmen«. Das sei schon kein bloßer Antizionismus mehr, konstatierte die Anti Defamation League, sondern »unverhüllter Antisemitismus«.

Doch wie kam die gute Alice Walker zu ihrem geistigen Durchfall?

Eine Wurzel für Walkers Abneigung gegen Israel und die Juden hat kürzlich Jonathan Kay […] öffentlich gemacht. Kay hatte in Walkers Blog einen Eintrag der Autorin gefunden, in dem sie sich begeistert über die Publikation Human Race Get off Your Knees von 2010 äußerte, ein 750 Seiten dickes »Sachbuch« des britischen Autors David Icke.

Der ehemalige Fußballprofi »enthüllt« dort, dass die Erde von außerirdischen Reptilien beherrscht wird, mithilfe von Angehörigen einer Zwischenrasse, die vor langer Zeit aus einer Kreuzung besagter Reptilien mit abtrünnigen Vertretern der Gattung homo sapiens entstand. Vertreter dieser Reptilienmenschen sind laut Icke unter anderen Queen Elizabeth, Georg W. Bush und Barack Obama, vor allem aber die »Rothschild-Zionisten«.

Kein Wunder. Schließlich haben die außerirdischen Reptilien – bei Icke heißen sie »Annunaki« – die Erde nur deshalb im Visier, weil sie Gold brauchen, um ihr Nervensystem im Gang zu halten. Und wer besitzt bekanntlich das Gold? Alice Walker weiß es: »Sie wollten Gold, und sie brauchten Sklaven, um es abzubauen. Na, an wen erinnert uns das? Ich frag’ ja nur …«

Walker stört sich auch nicht daran, dass David Icke in seinem Buch mehrfach und zustimmend aus der lügenhaften Hetzschrift „Die Weisen von Zion“ zitiert. Im Gegenteil – in einer Radiosendung legte empfahl sie Ickes Buch allen Zuhörern auf das Wärmste. Und wie alle Truther und Verschwörungstheoretiker hält sie wirre Gedankengänge, Hass und Leichtgläubigkeit für eine Form ganz besonderer Intelligenz:

»Wir erwachen. David ist bereits erwacht.«

Ja, in einem selbst geschaffenen Irrenhaus, aus dem man wohl nur noch mit professioneller Hilfe entkommen kann.

Vorbildliche Friedenspädagogik im Gaza-Streifen

Während man hierzulande Kinder, die teilweise noch minderjährig sind, im Kindergarten aufhetzt, werden im Gaza-Streifen (dem zukünftigen Freistaat Palästina) die Kids intensiv und liebevoll auf ein friedliches Miteinander vorbereitet. Besonderes Augenmerk legen die Hamas-Pädagogen dabei auf ein Hinarbeiten zu einem gemeinsamen Friedensprozess mit Israel. Hier ein Clip, der einen Auftritt der palästinensischen Kinder-Ausdruckstanzgruppe Bambule zeigt.

Palästinenser am Rande des Nervenzusammenbruchs

Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen sind die „Palästinenser“ (so nennen sich seit den 60er-Jahren jene Araber, die in der Nähe von Israel wohnen) fast genauso präsent wie Gregor Gysi.

Während jedoch die Plattitüden des SED-Mannes als brillante Statements zur Weltlage verkauft werden, stellt man die aggressiven Orientalen als ewige Opfer dar, welche aus reiner Verzweiflung Raketen auf israelische Wohngebiete abfeuern und aus Hoffnungslosigkeit zu Selbstmordattentätern werden.

 SED-Generalsekretär Gregor Gysi!

Der Palästinenser unter den deutschen Politikern: SED-Generalsekretär Gregor Gysi!

Für GEZ-Journalisten sind die Grenzen zwischen Gut und Böse klar gezogen, jedenfalls in Nahost:

David (Hamas) gegen Goliath (IDF) & Dick (Israel) gegen Doof (Fatah)!

Aber Fatah-Hamas war nicht immer der Schmuseteddy des deutschen Staatsfernsehens, jedenfalls nicht für das NDR-Satiremagazin „Extra 3“. Mit Herrn Schlüter, der sich in „Palästina“ eine Existenz als Verbrennflaggenhersteller aufgebaut hat, schuf die Redaktion einen echten Klassiker.

Aber auch die Klaus-Maus, die die Situation im Nahen Osten erklärt, ist nicht ganz ohne. Alt, aber – hin und wieder– sehenswert!

Ein Volkssport, voll von Antisemitismus, Hass, Misstrauen und totaler Selbstüberhöhung

Info-Krieger

Die Frankfurter Rundschau über Truther, Info-Krieger und Reichsdeppen

Am 17. d. M. veröffentlichte die Frankfurter Rundschau – im Rahmen einer Online-Kolumne – einen kurzen, aber sehr zutreffenden Artikel über jenen Massenwahn, der von Deutschland (und der Welt) Besitz ergriffen hat, und der sich insbesondere im Internet geschwulstartig ausbreitet:

Wow, in Russland ist ein Asteroid niedergegangen. Wir alle hätten keine Chance gehabt, wäre er noch ein Stück größer gewesen. Das ist beunruhigend. Den Verschwörungsideologen kommen die Einschläge sehr gelegen. Fehlgeleitete Raketen waren Ursache der Explosionen, vermutlich vom Mossad.

Was bin froh, dass ich in Steglitz-Zehlendorf lebe und studiere und selten im Ostteil der Stadt zu tun habe:

In Berlins Mitte, am Bahnhof Friedrichstraße läuft ein Mann ziellos auf und ab und referiert Spionagefantasien in drei Sprachen. Zwischen dem Würstchenverkäufer, schlechten Straßenmusikanten und Punks mit Hunden, schreit er die geheimsten Geheimnisse über Geld, Macht und Politik in die Welt hinaus.

Allerdings hab‘ ich schon mal einen abgerissen Typen gesehen, der in Kreuzberg und Neukölln – zwischen Hermannplatz und Karl-Marx-Straße-  flanierte und brüllend (und ohne jemals heiser zu werden) seine Kenntnisse über die kriegstreiberische Kraft des Zionismus kolportierte. Aus einer Tasche seines schmuddligen Mantels lugte eine Schnapsflasche hervor. Es ist schön, dass derartige Wahrhaftigkeiten auch von unteren sozialen Schichten verbreitet werden, zudem bestätigt sich wieder einmal die Volksweisheit: „Im Apfelkorn liegt Wahrheit!“

Ein pickeliger junger Mann und eine hochgewachsene Frau, sprechen Passanten an. Sie werben für die BüSo, einer antiimperialistischen und antisemitischen Organisation. […] Auch sie sehen das Ende gekommen, vor allem des (jüdischen) Bankensystems wegen und haben schon eine Idee, wie sie alles neu ordnen wollen.

Über die „BüSo“ und die LaRouche-Bewegung findet man auf diesen Seiten allerhand aufschlussreiche Informationen. Der Verein war seiner Zeit übrigens stets weit voraus, denn seit ca. fünfzehn Jahren wird der unmittelbar bevorstehende Zusammenbruch des Westens bzw. des Kapitalismus gepredigt. Die 14- bis 34-jährigen Jungmänner, die zurzeit (nahezu) sämtliche Foren und Blogs mit ihren Untergangsszenarien beherrschen, und sich dabei für unglaublich innovativ halten, reiten in Wirklichkeit also auf ziemlich alten Gäulen herum.

In einem Artikel über Massenwahn dürfen natürlich auch die Reichsideologen respektive Reichsdeppen nicht fehlen, die momentan absolute Hochkonjunktur haben. Die Top-Religion für die Doofen!

Alles neu ordnen wollen auch die „Reichsbürger“. Das heißt, eigentlich meinen sie, das alte wäre noch nicht zu Ende, das Deutsche Reich. Sie verteilen Reichspässe an ihre Mitglieder und haben sogar eine eigene Polizei. Einige betreiben Tauschringe oder Kneipen.

Es folgt ein kurzer Abriss, über die im Netz versammelte Spinner-Szene:

Die jüngeren sitzen in Cafés mit Internet und schreiben für Websites mit Verschwörungstheorien von Hitler bis zum 11. September. Dazwischen ziehen sie über Impfung von Kindern her, bezeichnen Aids als jüdische Lüge, Ariosophen als die wahren Sozialisten und suchen ihr Heil in völkischer Medizin.

Und das Fazit:

… wir wären überrascht wie viele Truther, Infokrieger, Ufo-Nazis und Querfrontstrategen uns täglich umgeben. Es ist ein Volkssport, voll von Antisemitismus, Hass, Misstrauen und totaler Selbstüberhöhung. […] Das sind nicht einfach Spinner. Sie meinen es ernst. Sie kommen nicht aus dem All, sondern von nebenan. Das ist wirklich beunruhigend.

Genauso ist es und nicht anders!

Pätus Bremske zur Lage der Nation

Bundestagsrede

Pätus Bremske erklärt vor dem Bundestag, warum die Deutschen total bescheuert sind!

Liebe Vollkornbrotesser, liebe Israelkritiker, liebe Coffee-To-Go-Trinker!

Wir Deutschen waren angeblich einst das Volk der Dichter und Denker, heute sind wir eindeutig das Volk der Dicken und der Faulenzer. Eine Mischpoke, die allen Ernstes meint, sie hätte ein Recht auf ein bedingungsloses Grundeinkommen – also darauf, fürs Nichtstun durchgefüttert zu werden.

Hierzulande gibt es persönliche, politische Freiheiten, von denen man anderenorts nur träumen kann – vom Wohlstand ganz zu schweigen. Stolz auf das Erreichte sind die Deutschen aber keinesfalls: Während sie durch die Geschäfte hasten, sich die Taschen mit Smartphones, Tablets und anderen Hirnauslagerungen vollstopfen, grübeln sie ständig über ihr unendliches Elend nach: Die Reichen würden immer reicher werden, die Armen immer ärmer. Mit ihrem Staat (den sie voller Verachtung „BRD“ nennen) stehen sie ohnehin auf Kriegsfuß. Das „System“ ist an allem schuld! Der Raubtierkapitalismus und die Merkel halten nämlich die Deutschen vom wahren Glück ab.

Aber auch die internationale Lage lässt so manch einen verzweifeln. Die Welt könnte so schön sein, wenn es die USA und Israel nicht gäbe. Unter diesen Staaten leiden die Deutschen wie unter nässenden Hämorriden. Was die Amis und Juden schon alles verbrochen haben, darüber können die Deutschen sich gar nicht genug empören. Allerdings gibt es im Ausland auch etwas Gutes, an das man glauben kann: an die Palästinenser! Überhaupt – edle Terroristen aus dem Morgenland treiben jedem Germanen Tränen der Rührung in die Augen.

Tja, wenn wir in Berlin eine solch gradlinige Hamas-Regierung hätten, dann wäre es mit jeglicher Demokratie-Verdrossenheit augenblicklich vorbei … dann gäbe es keine Demokratie mehr. Und das wäre vielen Deutschen ganz recht. Man versteht zwar nicht viel von Politik, aber dass im Dritten Reich und in der DDR alles besser war, darüber weiß man dann doch Bescheid.

Sind die Deutschen überhaupt noch zu retten? Die Antwort ist eindeutig: Nein!

Das Volk der Selbstmitleidigen weigert sich strikt, Kinder in die Welt zu setzen – die stören nämlich: beim Shoppen, beim Telefonieren mit dem Smartphone und dem Surfen mit dem Tablet. Die Deutschen sterben aus, und das ist auch gut so!

Hass auf Israel, Antisemitismus … und eine Fotocollage

1000 tolle Selbstmord-Ideen

Diese Fotocollage hatte ich im alten Weltverschwörungsblog veröffentlicht, lange bevor in Berlin ein Rabbi vor den Augen seiner kleinen Tochter brutal zusammengeschlagen wurde:

Der jüdische Geistliche war am Dienstagabend vor den Augen seiner Tochter von vier jungen Männern im Berliner Stadtteil Schöneberg überfallen und antisemitisch beleidigt worden. Diese hatten ihn zunächst auf seine traditionelle jüdische Kopfbedeckung (Kippa) angesprochen und gefragt, ob er Jude sei. Dann versperrten sie dem Vater und seiner Tochter den Weg und verletzten ihn mit mehreren Schlägen am Kopf. Außerdem beleidigten sie ihn sowie seine Religion und drohten dem kleinen Mädchen mit dem Tod. Danach flüchteten die Täter. Der verletzte Rabbiner kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Nach Polizeiangaben handelt es bei den Tätern vermutlich um arabischstämmige Jugendliche. Quelle

Dass das Bekenntnis zum Judentum in Berlin nicht ungefährlich ist, ist nichts Neues. Ginge die Gefahr von sogenannten Bio-Deutschen  (oder gar deren schlimmsten Erscheinungsform, den Neonazis) aus, würde der Berliner Senat zweifellos umgehend und konsequent Maßnahmen ergreifen. Aber die Bedrohung geht im Wesentlichen von Türken und Arabern aus, und das kollidiert mit einem sorgsam gepflegten, linken Weltbild, weshalb man die Fakten ignoriert, sie höchstens analysiert … um dann irgendwann rein gar nichts zu unternehmen.

Passiv-ratloses Zusehen ist folglich die übliche Reaktion, wenn Migranten/Muslime hässliche Geisteshaltungen wie Antisemitismus und Hass auf Israel öffentlich und unverhohlen zur Schau stellen. Im Jahr 2009 wurde die Staatsmacht ausnahmsweise aktiv, allerdings zum Nachteil jener, die sich mit Israel solidarisieren. Ausgerechnet die deutsche Polizei war es, die ohne Gerichtsurteil in eine Duisburger Wohnung eindrang und zwei Israelfahnen entfernte:

[…]… zehntausend Menschen hatten sich am Samstag am Hauptbahnhof der Ruhrgebietsmetropole versammelt, um gegen Israels Vorgehen im Gaza-Streifen zu demonstrieren. Aufgerufen zu der Kundgebung hatte die islamistische Organisation Milli Görüs … […] An einem Eckhaus wurden die Demonstranten zweier israelischer Fahnen gewahr – eine hing vom Balkon, die zweite befand sich im Inneren der Wohnung, am Schlafzimmerfenster.

[…] Der Beamte riss die eine Israelfahne, die an P.s Balkon befestigt war, ab. Kurze Zeit später sah P., wie in seinem eigenen Wohnzimmerfenster ein Beamter die innen angebrachte Fahne abmachte. Die Aktion der Polizei löste bei den Demonstranten Jubel aus. Quelle

Die Gewerkschaft der Polizei erklärte später, das Verhalten der Polizisten sei gerechtfertigt gewesen; schlimmere Ausschreitungen der Demonstranten seien damit verhindert worden. Auch ein rechtliches Gutachten untermauerte diese Auffassung.

Was aber wäre gewesen, wenn nicht Milli Görüs die Demo veranstaltet hätte, sondern die NPD? Hätte die Polizei dem Gebrüll von Skinheads ebenfalls nachgegeben? Man stelle sich die Berichterstattung in den Medien vor: Deutsche Polizisten, von Neonazis dazu animiert, Türen einzutreten, Wohnungen zu stürmen und Davidssterne von Fenstern zu reißen!

Naz-Deppen

Können auch sie das polizeiliche Abreißen von Israelfahnen einfordern?

„Israelkritik“ ist hierzulande zum Volkssport geworden, ein trauriger Auswuchs kollektiver Dummheit. Aber die Polizei als williger Erfüllungsgehilfe der rechtsextremen NPD, das wäre dann doch zu viel gewesen, so etwas hätte hohe Wellen geschlagen und einige Rücktritte nach sich gezogen.

Auch purer Antisemitismus wird gesamtgesellschaftlich keinesfalls akzeptiert – aber eben nur (hier wirkt ein seltsamer, rassistischer Filter!) wenn die Antisemiten unter besagten Bio-Deutschen zu finden sind. Solange türkisch- und arabischstämmige Menschen nicht ebenfalls in die Pflicht genommen werden, können Israelhass & Antisemitismus in Neukölln (und anderswo) munter weiterwuchern. Und solange wird obige Fotocollage auch auf einen realistischen Hintergrund beruhen.

Externe Links zum Thema:

Kippa als Risiko – Juden sagen, es ist gefährlich, Glaubenssymbole in der Stadt offen zu zeigen

„Jude“ ist wieder ein Schimpfwort an Berliner Schulen

Mit der Kippa durch Berlin (März, 2007)

Hurra! Israelkritik wird jetzt Schulfach!

Israelkritik als Schulfach

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Auch wenn wir in Zeiten leben, in denen sich vieles wandelt, die ekelhafte deutsche Tradition der Palästinensersolidarität und Israelkritik wird für immer fortbestehen. Und damit daran auf keinen Fall gerüttelt wird, ist das Thema „Wer ist der Schuldige im Nahen Osten?“  längst mainstream-konform im Schulfernsehen angekommen.

 

Aus der Geschichte gelernt …

Aus der Geschichte gelernt